Grundschule Mülheim

Aus der Schulchronik

 

1813

Gründung der Schule Mülheim

Erstes Schulgebäude: Fachwerkhaus an der Ecke Kapellen- und Bachstraße

Erster Lehrer war Herr Zils.

1821

Bau des ersten Schulhauses auf dem Kastorhof in der Kärlicher Straße.

Es bestand zunächst aus einem Schulsaal im ersten Stock.

Der Lehrer, Herr Röhl, wohnte im Erdgeschoss. Dort befand sich in einem weiteren Raum die Feuerspritze.

1837 wurde wegen des starken Anstiegs der Schülerzahl der Schulsaal in zwei Räume aufgeteilt.

Die zweite Schulstelle erhielt Herr Wagner aus Dreckenach.

1842 wurden die Schulkinder nach dem Geschlechte getrennt.

1854 165 Knaben und 135 Mädchen besuchten nun die Schule, weshalb ein dritter Schulsaal benötigt wurde. Dieser entstand aus dem Raum für die Feuerspritze.

1877 musste wegen der großen Schülerzahl Halbtagsunterricht eingeführt werden.

  Die Gemeinde wollte auf das alte Schulhaus noch ein Stockwerk aufsetzen lassen, kam aber von diesem Plan ab, weil eine Untersuchung ergab, dass das Fundament des Schulhauses diese Last nicht mehr tragen würde.
1879 Neubau eines Schulhauses mit zwei Sälen und zwei Dienstwohnungen für die Lehrpersonen in der Poststraße (heute Feuerwehrhaus).

Die beiden Lehrerwohnungen erhielten Herr Kredinger und Herr Schäfer. Die Mansardenwohnungen wurden den Lehrerinnen Fräulein Gelhard und Fräulein Göbel zugewiesen.

 

 Schulleiter Capell, der 1926 in den Ruhestand versetzt wurde, schrieb:

"Der ganze Schulbetrieb in Mülheim würde erleichtert, wenn die Gemeinde ein Schulhaus besäße, das für alle Klassen Raum böte. Die getrennten Gebäude erschweren die Schulzucht, stören die Ordnung und nutzen Lehrmittel, besonders die Karten, ab. Auf Ergänzung, Erneuerung und Instandhaltung der Lehrmittel und Geräte war ich sehr bedacht; in der Gemeinde herrschte dafür nicht immer Verständnis. In letzter Zeit wird in jener Hinsicht manches verschoben mit Rücksicht auf die schlechte Finanzlage. Durch die übermäßige Ausnutzung vieler Kinder zu häuslichen, landwirtschaftlichen und in der Schwemmsteinindustrie gar zu gewerblichen Arbeiten geht das Interesse für den Unterricht vielfach verloren. Dasselbe bewirken in den letzten Jahren Beteiligung an und übermäßiges Interesse für Spiel und Sport. Ein großer Nachteil besteht darin, daß viele Kinder in der Mittagszeit in die entferntliegenden Arbeitsstätten Essen tragen müssen; jene Kinder kommen am Nachmittag abgehetzt zur Schule und sind auf geistige Tätigkeit wenig eingestellt. Wegen der Essenträger wurde 1921 die jetzige Unterrichtszeit mit den gekürzten Pausen im Sommer am Vor- und im Winter am Nachmittage eingeführt.

Ich scheide mit den besten Wünschen für die Gemeinde, in Sonderheit für die Schule. Mögen die den Schulbetrieb hemmenden Verhältnisse bald eine Besserung erfahren und bewirken, daß die mit seelenvoller Hingabe an ihrem Beruf in Mülheim wirkenden Lehrerinnen und Lehrer in höherem Maße die Mühe ihrer Arbeit reich gesegnet sehen.

Meinen Wohnsitz nehme ich in meinem Geburtsort Bocket, Kreis Heinsberg."

1932 Im Herbst 1932 wurde das neue Schulgebäude in der Annastraße fertig gestellt.

Da keine hinreichenden Geldmittel zur Verfügung standen wurden nur die vier Schulsäle im oberen Stock mit neuen Möbeln ausgestattet. Die vier Schulsäle im Erdgeschoss wurden mit alten Möbeln eingerichtet.

Die feierliche Einweihung fand am 3. November 1932 statt.

  Klassenfotos

1933

Klassenfoto von Frau Nickenig

 

 

Jahrgang 1943 / 44

 

 

 

 

1947 / 48

 
 
 
1959 Auch hier wurde das Schulhaus zu klein. Ein 1955 bewilligter Anbau mit sechs Klassenzimmern wurde wegen fehlender Mittel auf vier reduziert. Die Ausschachtungsarbeiten begannen 1957. Am 8. April 1959 fand die Einweihung statt.
1968 Um die drängende Raumnot zu bewältigen, wurde Anfang 1968 auf dem damaligen Jungenschulhof ein Pavillon mit zwei Klassenräumen erstellt.

1972 war der Raummangel so gravierend, dass eine Klasse in das katholische Jugendheim neben der Kirche ausquartiert  und auf dem Schulhof Annastraße ein zweiter Pavillon erstellt wurde. Nach wie vor wurden zwei weitere Klassen in der "Alten Schule" an der Poststraße unterrichtet. Die Aula war in zwei Klassenräume umgewandelt worden. Trotz alledem ließ sich Schichtunterricht nicht vermeiden.

1976 Nachdem für die rund 1000 Hauptschüler mit dem Bau eines neuen Schulhauses endlich Platz genug war, stand das Schulgebäude in der Annastraße als selbständige Grundschule zur Verfügung.

1977 wurde das Gebäude gründlich renoviert. Im Mai 1978 veranstaltete die Grundschule zum ersten Mal ein Schulfest im großen Rahmen.

1980 Mit der Einweihung der "Rheinlandhalle" am 9. August bekam die Schule eine neue Turnhalle.
1981

Ab Sommer 1981 konnte die neu gebaute Pausenhalle benutzt werden.

1995 Der Pausenhof auf der Seite Annastraße wurde neu gestaltet und im folgenden Jahr bepflanzt.
1999

Der erste Computerraum kann im Keller eingerichtet werden. Die Computer wurden von der Telekom gespendet.

2008

Unsere Schule wird zur Schwerpunktschule ernannt.

März 2009 Durchführung von Brandschutzmaßnahmen.
Im Hauptgebäude werden im Erdgeschoß und im 1. Stock Holztüren  eingebaut.
August 2010

Die Flure des Hauptgebäudes werden gestrichen.

August 2011 Ab August 2011 ist die Schule Ganztagsschule.